Schläfrig

Kennst du das, ständig müde zu sein? Besonders an trüben Wintertagen nicht gut aus dem Bett zu kommen und abends apathisch auf dem Sofa zu sitzen? Das geht sehr vielen Menschen so. Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin zufolge leiden über 30 Prozent der Deutschen manchmal oder häufig unter Ermüdungserscheinungen. Dies kann verschiedene Ursachen haben.

 

Ursachen von Müdigkeit

 

Meistens spielt Bewegungsmangel eine Rolle. Wenn wir morgens nur ein paar Schritte zum Auto gehen, um dann den ganzen Tag im Büro zu sitzen und abends vor dem Bildschirm abzuhängen, zirkuliert unser Blut zu wenig und das Gehirn ist unterversorgt. Hier kann leicht Abhilfe geschaffen werden durch alltägliche Fußwege und Treppensteigen, Wandern und Radfahren, Yoga, Fitness oder Tanzen. 

 

Ein zweiter Grund für Müdigkeit kann Flüssigkeitsmangel sein. Sehr oft trinken wir zu wenig und dadurch bekommen wir Kopfschmerzen, sind müde und unkonzentriert. Abhilfe: Eine kleine Wasserflasche kann unser ständiger Begleiter werden und eine Thermoskanne Tee immer auf unserem Schreibtisch stehen.

 

Auch Ernährung ist ein wichtiger Faktor. Wenn du ein vitaminreiches kohlenhydrat- und eiweißreiches Frühstück zu dir nimmst und auch über den Tag verteilt gesunde Mahlzeiten zur Gewohnheit machst, ist schon sehr viel gewonnen. Der Stoffwechsel wird angeregt und du bekommst Energie für den Tag.

 

Vitaminmangel kann auch eine Rolle spielen. Du bist dann müde, gereizt und unkonzentriert. Vitamin C,  B-Vitamine, in der dunklen Jahreszeit auch Vitamin D verhelfen zu mehr Antrieb, Motivation und Wachheit.


 

Vor allem junge Frauen leiden oft unter Eisenmangel. Eine ausgewogene Ernährung füllt das Vitamindepot, und wenn das nicht ausreicht, kannst du einen Bluttest machen lassen und dir passende Nahrungsergänzung in der Apotheke besorgen. Auch eine Tageslichtlampe kann helfen, den Winterblues zu vertreiben. 

 

Auch Krankheiten und Unverträglichkeiten können zu Ermüdungszuständen führen, wenn der Körper z.B. die Abwehrkräfte gegen Viren einsetzen muss oder das Immunsystem aus vielerlei Gründen geschwächt ist. Erkältungskrankheiten und auch chronische Krankheiten wie Schilddrüsenunterfunktion, Schlafapnoe, Diabetes, Blutarmut, Herzrhythmusstörungen, Krebs, Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen an Nieren oder Leber und zu hoher oder zu niedriger Blutdruck erschöpfen den Körper und führen zu Müdigkeit. Dauerhafte Müdigkeit kann also gute Gründe liefern, um sich eingehender ärztlich untersuchen zu lassen. Chronische Krankheiten, Erkältungen und Müdigkeit als Symptom dürfen übrigens auch Heilpraktiker:innen behandeln.

 

Auch Stress macht müde

 

Auch ein seelischer Ausnahmezustand, Depressionen oder Stress können Müdigkeit verursachen. Ängste und chronische Überforderung lähmen und machen müde. Entspannungstechniken wie Yoga und Meditation helfen, Stress zu reduzieren. Manchmal ist unser Geist aber auch über längere Zeiten schläfrig und funktioniert wie per Autopilot. Dann "verschlafen" wir unser Leben. So weit brauchen wir es nicht kommen zu lassen. Individuelle Unterstützung und Programme bieten Therapeut:innen, Berater:innen und Coaches.

 

Lydia Poppe

 

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Bild zur Meldung: © muntazar mansory auf Pixabay

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